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wohnpartner für Umweltpreis 2018 nominiert!

Auch heuer werden wieder Vorzeigeprojekte in Sachen Nachhaltigkeit mit dem Umweltpreis der Stadt Wien im Rahmen von OekoBusiness Wien ausgezeichnet. Insgesamt 10 Betriebe sind nominiert - darunter auch wohnpartner.  Mit seinen "Mobilen Beeten" - mit Erde gefüllte Hochbeete in Holzkästen auf Europaletten zum Garteln - fördert die Service-Einrichtung das Miteinander und das gegenseitige Kennenlernen in der Wohnhausanlage.

Mobile Beete – ein Quadratmeter Natur vor der Haustür
Die 120 cm langen und 80 cm breiten Kisten in unterschiedlichen Höhen können mit Blumen, Pflanzen, Kräutern, Obst oder Gemüse bepflanzt werden. Im Schnitt werden rund fünf dieser Beete an einem geeigneten Standort in der Wohnhausanlage aufgestellt. Vielerorts sorgen aber auch Einzelbeete für eine Aufwertung der Höfe. Die Verantwortung für die Pflege und Erhaltung liegt bei den MieterInnen. Aktionen wie das gemeinsame Bemalen mit Kindern aus der Wohnhausanlage haben die Identifikation mit diesen kompakten Miniaturgärten weiter gestärkt.

Die Aufstellung und Befüllung erfolgt in der Regel gemeinsam mit den MieterInnen vor Ort jeweils im Frühjahr. An der ersten Bepflanzung der Beete beteiligen sich Alt und Jung mit großer Begeisterung. Für viele ist es eine Premiere und ein einzigartiges Naturerlebnis, Pflanzen beim Wachsen zuzusehen und schließlich die Früchte ernten zu können. Dadurch gelingt es wohnpartner, Hemmschwellen zu verringern und auch jene BewohnerInnen zur aktiven Nutzung der Grünanlagen einzuladen, die diese davor noch nicht so oft in Anspruch genommen haben.

Naturnähe, Ökologie und Nachhaltigkeit
Das Übernehmen von Verantwortung für die Pflanzen, der stärkere Bezug zur Natur, das Engagement für die Gemeinschaft und das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun sind nur einige Vorzüge, die bei den Mobilen Beeten zum Tragen kommen. Darüber hinaus tragen auch der Verzicht auf Pestizide, chemischen Dünger und Torf zur Nachhaltigkeit bei. Hier kommen robuste Sorten zum Einsatz, die sich in den letzten sieben Jahren im Wiener Gemeindebau bewährt haben. Das Gießen und Jäten der Beete können die BewohnerInnen sozusagen im Vorbeigehen erledigen, da ihr Garten schließlich vor der Haustüre liegt. wohnpartner berät GemeindebaumieterInnen und veranstaltet Workshops, die auch reichlich Gelegenheit zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch bieten. Insbesondere ältere BewohnerInnen haben oft ein großes Praxiswissen, das sie gerne an jüngere Generationen weitergeben. So lernen Kinder früh eine große Vielfalt von Pflanzen und deren Verwendung kennen. Diese wertvollen Erfahrungen mit Natur in der Stadt sind auch die Basis für ein entsprechendes Umweltbewusstsein im Erwachsenenalter.

Ergebnisse
Ursprünglich als temporäres Projekt geplant, ist aus den Mobilen Gärten eine über viele Jahre gewachsene und wienweit erfolgreiche Methode der Gemeinwesenarbeit von wohnpartner geworden. Das Interesse der BewohnerInnen stieg von Jahr zu Jahr – bis Ende 2017 stellte wohnpartner gemeinsam mit den BewohnerInnen insgesamt 307 Mobile Beete in den städtischen Wohnhausanlagen auf. Rund um die Mobilen Beete stellen die wohnpartner-Teams nach individuellen Erfordernissen der Wohnhausanlage begleitende Programme zusammen. So kommen etwa im Rahmen von Festen bei selbst mitgebrachten Speisen und Getränken BewohnerInnen miteinander ins Gespräch, die vorher noch keinen Kontakt miteinander hatten. Bei einer Tasse Kaffee oder Tee tauscht man sich über die Fortschritte beim Gärtnern und Neuigkeiten aus der Wohnhausanlage aus – ein einfacher, aber sehr wirkungsvoller Weg zur Verbesserung des Zusammenlebens. Zusätzlich bestehen starke Synergien mit anderen Projekten wie Gemeinschaftsgärten, den zweimal jährlich veranstalteten Gemeindebau-Touren (wohnpartner Gartl-Tour), Gartenvernetzungsforen und zahlreichen Aktivitäten in den sechs BewohnerInnen-Zentren von wohnpartner.
 

Nominiert sind neben wohnpartner noch weitere renommierte Einrichtungen. Wer das Rennen um den begehrten Preis macht, entscheidet sich am 21. März. 

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